NIEPMANN, WALDTRAUT
NIEPMANN, WALDTRAUT
1898
1996
Biografie

 

1898 
Geboren auf Gut Dalbenden in der Eifel   

1916-1928 
Zeichenunterricht bei Annemarie (wohl Alice) Proumen, einer Ludwig Schmid-Reutte Schülerin in Karlsruhe. Niepmanns Vetter, der Maler Otto Niemeyer-Holstein empfahl ihr nach Berlin zu gehen und so ging sie zum Studieren zu dem Sezessionisten Willy Jaeckel. Die weitere Suche brachte sie für einige Zeit zur Unterweisung zu dem emeritierten Akademielehrer Adolf Hölzel nach Stuttgart. 
Sie ging nach Paris um bei André Lhote weitere Kenntnisse zu erwerben, die gerade den Kubismus betrafen. Auch hier fand sie nicht, was sie suchte 

1929-1932 
Sie besuchte den Sommerkurs, den Hans Hofmann in San Tropez abielt und begann darauf im Wintersemester in München in seiner „Schule für bildende Kunst“ in der Georgenstraße ihre Studien fortzusetzen. Mit Hofmann hatte sie nun ihren Lehrer gefunden, sein Streben nach einer Synthese aus Fauvismus, Kubismus und Expressionismus war ihr die gesuchte Arbeitsgrundlage.
Es entstanden viele Zeichnungen, die auch Basis für Gemälde lieferten  

1932-1933 
Hans Hofmann entschloss sich die Münchner Schule zu aufzulösen und in den USA in New York die Schule neu aufzurichten. Zahlreich amerikanische Schüler und Schülerinnen hatten ihn darin bestätigt. 
Waldtraut Niepmann wollte nicht mit in die USA gehen. 
Und so beendet sie nun ihre künstlerische Betätigung.  

Nach 1945 
Nach dem Krieg hat Waldtraut Niepmann noch Gemälde restauriert auf Schloß Dagstuhl, Saarland 

1985 
Durch die Wiederbekanntmachung der “Schule für Bildende Kunst, Hans Hofmann, München“ (1915-1932) und der Schülerinnen und Schüler wurde auch Waldtraut Niepmann entdeckt. 
Ausstellung in Frankfurt/Main in der Expo Galerie 

1986 
Gemeinschafts-Ausstellung „Vergessene Bilder“ in der Villa Ichon, Bremen; anschließend in Frankfurt/Main, München, Kaufbeuren  

1988 
Beteiligt in der Ausstellung „Carta X Carta“ im „Auditorium di San Domenico“ in Narni, Italien, in der Sektion „Berlin 1920er und 1930er Jahre“ ausgewählt und beschickt von DAS VERBORGENE MUSEUM, Berlin (25.6. – 31.7.1988) 


1996 
ist Waldtraut Niepmann gestorben 
 

Ausstellung: Carta x Carta

Eröffnung  
25. Juni 1988 | 19 Uhr

Auditorium Di San Domenico Narni
Provinz Terni, Umbrien, Italien

Organisiert
von DUNA, Rom| Kuratorin: Simona Weller, 
Vizepräsidentin von DUNA
1. Ausstellung mit IAWA, International Association of Women in the Arts

Berliner Künstlerinnen | Zusammenstellung
Historische
DAS VERBORGENE MUSEUM, Berlin
Liselotte Friedlaender, Luise Grimm, Lea Grundig, Lou Albert-Lasard, Jeanne Mammen, Hanna Nagel,
Helene Neumann, Waldtraut Niepmann, Margarete Kubicka, Gerda Rotermund, Augusta von Zitzewitz

Zeitgenössische
Gisela Breitling, Evelyn Kuwertz, Antje Marczinowski, Ludmila Seefried-Matejkova,
Eva-Maria Schön, Erika Schewski-Rühling

Laufzeit
25. Juni – 31. Juli 1988

 

 

Flyer | Einladungskarte zur Ausstellung

Katalog | Carta X Carta | hrsg. von Simona Weller, Narni 1988
Arbeiten auf Papier von 80 Europäischen Künstlerinnen

STANDORT > ADRESSE 
Der Verein DAS VERBORGENE MUSEUM | Dokumentation der Kunst von Frauen eV
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