GRUNDIG, LEA
GRUNDIG, LEA
1906
1977
Biografie

  

1906 
Am 23. März in Dresden in eine orthodoxe jüdische Kaufmannsfamilie geboren 

1920-1924 
Mitglied im jüdischen Wanderbund „Blau-weiß“. Sie engagiert sich für die Belange der Arbeiter und der Armen 

1922-1994 
Studium an der Dresdener Kunstgewerbeakademie 

1924-1926 
Besuch der Akademie der Bildenden Künste in Dresden und Aufnahme in die Meisterklasse von Otto Gussmann .Dort trifft sie Hans Grundig, ihren späteren Ehemann, Otto Griebel, Wilhelm Lachnit und Otto Dix 

1926 
Sie wird Mitglied in der KPD (Kommunistische Partei Deutschlands) und Mitbegründerin der Dresdner Sektion der ASSO 

1928 
Heirat mit dem Maler Hans Grundig 

1929 
Besuch der Reichsparteischule der KPD „Rosa Luxemburg“ in Fichtenau bei Berlin 

1933 
Verfolgung durch die Nationalsozialisten als Kommunistin und Jüdin und Diffamierung ihrer Kunst als „entartet“. Ausstellungsverbot 

1936 
Sie emigriert mit Hans Grundig in die Schweiz, kehrt wieder zurück 

1938-1939 
Interniert im KZ Ravensbrück. Emigration nach Preßburg, Slowakei 

1940-1948 
Emigration nach Palästina

1948-1949 
Von November bis Februar 1949 ist sie in Prag, kehrt dann nach Deutschland (DDR) Dresden zurück und beginnt an der Hochschule für Bildende Künste Dresden Grafik zu unterrichten. 

1951-1958 Professur für Grafik. Reisen in die Volksrepublik China, nach Kuba und Kambodscha 

1958  
Hans Grundig stirbt am 11. September in Dresden  

1961 
Ordentliches Mitglied der Akademie der Künste der DDR 

1964-1970 
Präsidentin des Verbandes Bildender Künstler der DDR 

1967 
Mitglied des Zentralkomitees der SED 

1977 
Sie stirbt am 10. Oktober während einer Mittelmeerreise auf der „MS Völkerfreundschaft“. 


1988 
Beteiligt in der Ausstellung „Carta X Carta“ im „Auditorium di San Domenico“ in Narni, Italien, in der Sektion „Berlin 1920er und 1930er Jahre“ ausgewählt und beschickt von DAS VERBORGENE MUSEUM, Berlin (25.6. – 31.7.1988).

 

Ausstellung: Carta x Carta

Eröffnung  
25. Juni 1988 | 19 Uhr

Auditorium Di San Domenico Narni
Provinz Terni, Umbrien, Italien

Organisiert
von DUNA, Rom| Kuratorin: Simona Weller, 
Vizepräsidentin von DUNA
1. Ausstellung mit IAWA, International Association of Women in the Arts

Berliner Künstlerinnen | Zusammenstellung
Historische
DAS VERBORGENE MUSEUM, Berlin
Liselotte Friedlaender, Luise Grimm, Lea Grundig, Lou Albert-Lasard, Jeanne Mammen, Hanna Nagel,
Helene Neumann, Waldtraut Niepmann, Margarete Kubicka, Gerda Rotermund, Augusta von Zitzewitz

Zeitgenössische
Gisela Breitling, Evelyn Kuwertz, Antje Marczinowski, Ludmila Seefried-Matejkova,
Eva-Maria Schön, Erika Schewski-Rühling

Laufzeit
25. Juni – 31. Juli 1988

 

 

Flyer | Einladungskarte zur Ausstellung

Katalog | Carta X Carta | hrsg. von Simona Weller, Narni 1988
Arbeiten auf Papier von 80 Europäischen Künstlerinnen

STANDORT > ADRESSE 
Der Verein DAS VERBORGENE MUSEUM | Dokumentation der Kunst von Frauen eV
hat seine Tätigkeit seit dem 1. Januar 2022 eingestellt.

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